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Hartwig Claußen

Prof. Hartwig Claußen wurde 1931 in Hamburg geboren.

Das Abitur legte er 1951 am Matthias-Claudius-Gymnasium in Hamburg ab.

Nach Abschluss einer 2-jährigen Lehre arbeitete er etwa ein Jahr als  Industriekaufmann, um dann im Jahr 1954 mit dem Studium der Erziehungswissenschaft und Zoologie an der Universität Hamburg zu beginnen.

Nach der ersten Lehrerprüfung 1957 begann seine Arbeit im Hamburger Schuldienst. Im Jahr 1964 ließ er sich in den Bereich des Sonderschulwesens versetzen und arbeitete an der Sprachheilschule.

1965 begann Hartwig Claußen das Aufbaustudium der Sonderpädagogik mit den Fachrichtungen Gehörlosen-, Schwerhörigen- und Sprachheilpädagogik. Nach bestandener Prüfung für das Lehramt an Sonderschulen 1967 arbeitete Claußen an der Schwerhörigenschule Hamburg.

Seit 1970 war er als Studienrat im Hochschuldienst an der Universität Hamburg tätig. Er vertrat das Fach Schwerhörigenpädagogik in Forschung und Lehre.

Bis zu seiner Emeritierung 1995 lehrte er Schwerhörigenpädagogik an der Universität in Hamburg und nahm damit auch großen Einfluss auf das Schwerhörigenbildungswesen in Niedersachsen, denn alle Schwerhörigenlehrer des Landes, die in den Jahren der Amtszeit von Professor Claußen in Hamburg ausgebildet wurden, sind durch seine Persönlichkeit und seine Lehre geprägt worden.

Professor Claußen war bis zu seinem Tod als Vorstandsmitglied in der Hamburgschen Stiftung für Schwerhörige und Ertaubte und als Fachberater beim Schwerhörigenverein Schwerin und dem dortigen Haus der Begegnung – hier insbesondere beim Aufbau einer Beratungsstelle für Sinnesbehinderte – tätig.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachruf

Tief erschüttert hat das Kollegium der Hartwig-Claußen-Schule die Nachricht vom Tod Professor Claußens am 27.09.2006 vernommen.

Noch im Juli durften wir eine wunderbare Namensgebung in unserer Schule feiern in der Gewissheit, dass sich Professor Claußen auf dem Weg der gesundheitlichen Besserung befindet und wir ihn bald wieder in unserer Mitte begrüßen dürfen.

Wir als Schule, die den Namen des Verstorbenen trägt, empfinden eine ganz besondere Verantwortung in der Bewahrung und Umsetzung der Ideen  Professor Claußens. Auch wenn mit dem Tag seines Todes die aktive Arbeit von Herrn Professor Claußen endet, so lebt der Geist seiner Pädagogik doch in unserem täglichen Tun fort.

Gerade in der Stunde des Todes erkennen wir eine besondere, aus dem Schulnamen resultierende Verantwortung. Aus dieser Verantwortung heraus erwächst der Auftrag, den Namen des Verstorbenen weit über seinen Tod hinaus in Erinnerung zu halten und dies nicht nur in Worten, sondern in unserer täglichen Arbeit.

Tief bewegt danken wir Professor Claußen dafür, dass er unserer Schule seinen Namen gab, denn dieser Name ist auch gleichzeitig Programm. Wir werden ständig darum bemüht sein, seinen Namen und seine Lehre lebendig zu halten und weiterzuentwickeln. Seine Person und sein Lebenswerk werden in unserer Schule einen ganz besonderen Stellenwert einnehmen.

Herr Professor Claußen fühlte sich bis zu seinem Tod unserer Schule sehr verbunden.

Wir danken allen für die Kranzspenden, die anlässlich seiner Beisetzung auf das Konto des Fördervereins unserer Schule überwiesen wurden.